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Angesichts des reißerischen, hasstriefenden Kommentars in der heutigen Krone („Ideologen, Bazar, Trickser, Brandstifter“, auch online: Kommentar am Ende des Artikels) Gegenstimmen….

Rede von Alexis Tsipras an das griechische Volk am 26.06.2015: „…ich bitte euch, auf das erpresserische Ultimatum, welches von uns harte, entwürdigende und endlose Austerität [Anm.: = Sparen und Kürzen] ohne Aussicht auf soziale und wirtschaftliche Erholung verlangt, auf souveräne und stolze Weise zu antworten – so wie es die Geschichte des griechischen Volks verlangt. Auf Autoritarismus und brutale Austerität werden wir, ruhig und bestimmt, mit Demokratie antworten. Griechenland, der Geburtsort der Demokratie, wird eine demokratische Antwort geben, die in Europa und der Welt widerhallen wird.“ (Video 5 Minuten, mit deutscher Übersetzung; Text in Deutsch)

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Politökonomin Sahra Wagenknecht: „Die griechische Regierung rettet die Demokratie in Europa, indem sie sich dem technokratischen Troika-Gemerkel und der Erpressung von weiterem Sozialkahlschlag widersetzt. Merkel und Schäuble haben den Bogen überspannt und tragen die Verantwortung für den absehbaren Zerfall der Eurozone und die Vernichtung von zig Milliarden an Steuergeldern. … Die griechische Regierung war zu sehr weitreichenden Kompromissen bereit, aber die Gläubiger fordern nichts weniger als die komplette Unterwerfung.“

Politikwissenschafterin Gesine Schwan: „…im Kern wollten die Institutionen und auch die Sozialdemokraten in ihnen nicht zugestehen, dass die Austeritätspolitik der letzten Jahre gescheitert ist. Dass die griechische Regierung zum Schluss noch mal bei Rentnern und Kranken kürzen sollte, beweist, wie absolut unerbittlich sich die Institutionen gezeigt haben.“

Ökonom & Autor Paul Krugman: „Die Troika machte Tsipras ein Angebot, das er nicht akzeptieren konnte – und sie tat dies vermutlich wissentlich. Das Ultimatum war daher faktisch ein Schritt zur Ablösung der griechischen Regierung. Und selbst wenn Sie Syriza nicht mögen, muss das für jeden verstörend sein, der an Europas Ideale glaubt.“

TAZ-Journalistin und Autorin Ulrike Hermann: „Das europäische Angebot ist nicht großzügig, sondern verlangt von den Griechen, dass sie noch mehr sparen – obwohl ihre Wirtschaft schon schrumpft. Auf diese Kürzungen kann sich Tsipras nicht einlassen, wenn er sein Land nicht ruinieren will.“

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