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Griechenland als Schuldenkolonie Deutschlands und verzweifelte Flucht wegen zerstörter Lebensgrundlagen

Vom 3. sogenannten „Hilfspaket“ an Deutschlands Schuldenkolonie Griechenland, kommt bei der griechischen Bevölkerung, der wieder brutale Sozial-Kürzungen aufgebürdet wurden, kaum ein Cent an. Die konkrete Aufteilung der neuen Kredit-Gelder hat Zacharias Zacharakis (Die Zeit) berechnet:

Griechenland_Hilfspaket drei

enorme Schieflage beim Reichtum:

An der Bewältigung der von Reichen, Banken und Spekulanten in Griechenland und anderswo verursachten Krisenkosten bleiben diese unbeteiligt. Steuern vom Vermögen sind in Österreich mit der Lupe zu suchen. Fakten im neuen Falter der AK OÖ.

Verantwortung für verantwortungslose Außenpolitik übernehmen:

Bodo Ramelow, Ministerpräsident Thüringen: „Zu uns kommen die Menschen aus Staaten, an deren Scheitern wir eine Mitschuld tragen. Wir ernten jetzt die Früchte einer Außenpolitik, die der Westen kollektiv zu verantworten hat, weshalb wir jetzt Verantwortung übernehmen müssen…. Despoten wie Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi wurden militärisch entfernt, aber dafür sind Irak und Libyen nun kollabierende, gescheiterte Staaten. Deutschland [Anm.: und auch Österreich] hat vor mehr als 20 Jahren voreilig Kroatien und Slowenien anerkannt und dadurch die Kriege im damaligen Jugoslawien forciert. Und nun wundern wir uns, dass die Leute aus den verarmten Staaten wie Serbien und Albanien zu uns kommen… Europa wird keine Ruhe haben, solange wir am Rande der EU dauerhaft Armutsländer haben. So viele Zäune kann keiner bauen.“

Ideologien kann man nicht erschießen, man muss sie widerlegen

Der Publizist Jürgen Todenhöfer findet deutliche Worte: „Sehr geehrte Präsidenten und Regierungschefs! Ihr habt mit eurer jahrzehntelangen Kriegs- und Ausbeutungspolitik Millionen Menschen im Mittleren Osten und in Afrika ins Elend gestoßen. Wegen euch flüchten weltweit die Menschen. Die Völker des Mittleren Ostens und Afrikas, deren Länder ihr zerstört und ausgeplündert habt sowie die Menschen Europas, die jetzt unzählige verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen, zahlen für eure Politik einen hohen Preis….“ Der Westen „realisiert nicht, dass seine Kriege gegen die muslimische Welt den IS erst gezüchtet haben. Der Islam ist nicht Ursache des Terrorismus im Mittleren Osten. Er ist nur Maske. …Eine weitere Terror-Ursache ist die Behandlung der Muslime des Westens als Menschen zweiter Klasse. …. die Gefahr durch rechtsradikalen Terror getötet zu werden, ist in Deutschland erheblich größer, als von muslimischen Extremisten getötet zu werden. … Ignoranz, Inkompetenz und rassistischer Dünkel gegenüber Muslimen führen uns immer tiefer in den Sumpf des Terrors hinein.“ [Quelle: fr-online und FB]

Aggressive EU-Handelspolitik auf Kosten Afrikas:

Nachdenkseiten-Schreiber Jens Berger: „Vor allem in den westafrikanischen Küstenstaaten betreibt die EU eine äußerst aggressive Fischereipolitik. Afrikanische Staaten, wie der Senegal, werden über Handelsabkommen dazu genötigt, Fischereikontingente an EU-Unternehmen abzutreten. In der Folge fischen dann europäische Fabrikschiffe den Ostatlantik leer und die senegalesischen Fischer kommen mit leeren Netzen zurück. NGOs schätzen, dass rund ein Fünftel der afrikanischen Flüchtlinge „Fischerei-Migranten“ sind. Viele ehemalige Fischer nutzen dabei ihre Boote, um ihre Landsleute gegen Gebühr in die gelobten Länder des Nordens zu transportieren. .. der globale Freihandel ist unfair, „wenn wirtschaftlich unterentwickelte Staaten direkt mit den Giganten der Weltwirtschaft konkurrieren sollen. Warum erhebt beispielsweise die EU keinen „Solidarzoll“ für europäische Exporte nach Afrika, dessen Einnahmen in einen von Afrikanern verwalteten Fonds gehen, mit dem afrikanische Unternehmen produktive Investments im eigenen Lande vornehmen könnten?“

Demonstration „Mensch sein in Österreich“: Montag, 31.8.2015, 18 Uhr in Linz und in Wien.

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