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Von der katastrophalen Erpressung Griechenlands, der extremen Ungleichheit in der OECD und dem GPA-djp-Motto „Kürzer arbeiten, leichter Leben!“

Katastrophale „Reformen“ in Griechenland:

Ökonom Heiner Flassbeck: „das erschütternde Ergebnis der ´Reformen` wird von denen, die sie durchgesetzt haben, nicht einmal zur Kenntnis genommen. Die ´Reformen`, bei denen die Gewerkschaften entmachtet und der Arbeitsmarkt exakt nach den Vorstellungen der Troika [Anm.: EU-Kommission, Europäische Zentralbank, Internationaler Währungsfonds] ´flexibilisiert` wurden, haben genau zum Gegenteil dessen geführt, was die Troika erwartet hatte. Das Ergebnis dieser ´Reformen` am Arbeitsmarkt war und ist katastrophal, denn die Arbeitslosigkeit ist nicht, wie erwartet, gesunken, sondern steil angestiegen. Wie kann man angesichts dieses Debakels der Politik der Gläubiger über eine Fortsetzung der ´Reformen` als Voraussetzung für weitere Hilfen schwadronieren?“

Griechenland_AL_Flassbeck

[Graphik: flassbeck-economics]

 

Schluss mit der Erpressung Griechenlands:

Politökonomin Sahra Wagenknecht kritisiert die deutsche Bundesregierung, denn sie „nimmt durch ihre andauernde Erpressung Griechenlands vollkommen verantwortungslos Milliardenverluste für den deutschen und europäischen Steuerzahler in Kauf. Statt eine Fortsetzung der Troika-Politik zu erzwingen, kann die Schuldentragfähigkeit für einen möglichst großen Rest der Schulden nur durch einen Schuldenschnitt sowie eine Rücknahme der Kürzungs- und Privatisierungspolitik erreicht werden.“

 

Extreme Ungleichheit Gefahr für Gesellschaft und Wirtschaft:

OECD-Generalsekretär Angel Gurría: „Noch nie in der Geschichte der OECD [Anm.: = internat. Organisation mit 34 Mitgliedstaaten] war die Ungleichheit in unseren Ländern so hoch wie heute. Unsere Forschung belegt, dass Ungleichheit dem Wirtschaftswachstum schadet. Die Politik hat also nicht nur gesellschaftliche Gründe, gegen Ungleichheit anzugehen, sondern auch wirtschaftliche. Handeln die Regierungen nicht, dann schwächen sie das soziale Gefüge ihrer Länder und längerfristig auch das Wachstum.” (Quelle: OECD)  Dazu: Interaktives Tool zur internationalen Einkommensverteilung  und  engl. Kurz-Video.

 

Kürzer Arbeiten – leichter Leben, so das aktuelle Motto der GPA-djp.

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[Quelle: GPA-djp]

Das Gegenteil droht durch die vom oberösterreichischen Landeshauptmann geplante Verordnung zur Sonntagsöffnung – daher: Erhalt des freien Sonntags!

Brüder / Schwestern zur Sonne, zur Freiheit: Rainer Dulger, Präsident des dt. UnternehmerInnenverbands Gesamtmetall wünscht sich von den Gewerkschaften „eine andere Rhetorik. Statt ´Auf, Brüder, zur Sonne zur Freiheit` wäre es verantwortlicher zu sagen: ´Auf, Brüder, zu mehr Wettbewerbsfähigkeit!`“ (Quelle: RP, 30.4.15) – „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ ist ein altes ArbeiterInnenlied (zum Hören).       

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