Zum aggressiven Agieren des deutschen Finanzministers Schäuble – der Weg der in die Katastrophe führt, soll weiter erzwungen werden.

 

sozialer und ökonomischer Horror:

US-Ökonom Paul Krugman zur vermeintlichen Erfolgsstory der Spar- und Kürzungspolitik („Austerität“) in Irland, Spanien, Portugal, Lettland: „Erfolg, definiert als `nicht vollkommener Zusammenbruch, und leichte Erholung nach Jahren des Horrors´.“

Politik des ´Nordens` sprengt Europa:

Ökonom Heiner Flassbeck: „Der ´gute Weg`, den die ´Retter` Griechenland aufgezwungen haben, war der Weg in eine unglaubliche Katastrophe.“ Der deutsche Finanzminister Schäuble und andere „stellen es so dar, dass der weitere Absturz der griechischen Wirtschaft nach dem ersten Schock durch die Finanzkrise in der Entwicklung der Vorkrisenzeit angelegt war und nicht durch die Auflagen für die Hilfsgelder verursacht oder zumindest gravierend verschärft wurde. Die offenkundige Blindheit der Politiker im Norden für die Verhältnisse im Süden droht, Europa zu sprengen.“ Da ein bereits am Montag ausgehandelter Kompromiss abgelehnt wurde, bedeutet dies „nichts anderes, als dass einige Leute an einer linken Regierung ein Exempel statuieren wollen. Es soll nach dem Scheitern von SYRIZA von vorneherein niemand mehr auf die Idee kommen, links zu wählen.“

Interessen der Menschen in den Mittelpunkt:

griechischer Finanzminister Yanis Varoufakis:„Unsere Regierung bittet unsere Partner nicht um eine Möglichkeit, die Rückzahlung unserer Schulden zu umgehen. Wir bitten um ein paar Monate Finanzstabilität, die uns erlauben, die Reformen anzugehen, die die griechische Bevölkerung als Ganzes anerkennen und unterstützen kann, sodass wir das Wachstum zurückbringen und die Unfähigkeit, unsere Schulden zu begleichen, beenden können. Wir sind bereit, gegen mächtige Interessengruppen anzugehen, um Griechenlands Wirtschaft wieder anzukurbeln und das Vertrauen unserer Partner zurückzugewinnen. Wie sind gleichermaßen entschlossen, uns nicht als Schuldenkolonie behandeln zu lassen. Das Prinzip der größten Austerität für die am meisten rückläufige Wirtschaft wäre nur kurios, würde es nicht so viel unnötiges Leid verursachen.“ Dass die neuen RegierungspolitikerInnen in Griechenland am richtigen Weg sind, wissen sie, „wenn wir in die Augen der Hungrigen auf den Straßen unserer Städte sehen, wenn wir unsere strapazierte Mittelschicht betrachten, oder wenn wir an die Interessen der hart arbeitenden Menschen in den europäischen Dörfern und Städten innerhalb unserer Währungsunion denken. Europa wird letztendlich seine Seele nur wiedergewinnen, wenn es das Vertrauen der Menschen wiedergewinnt, indem es ihre Interessen in den Mittelpunkt stellt.“ (Original in der NYTimes)

Zur Erinnerung, wer bisher von den „Hilfsgeldern“ für Griechenland profitiert hat, die Menschen nicht:

Griechenlandgelder

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